Sage der Waldgeister Eningen e.V.

 

Ein alter Mann, der vor langer Zeit verstorben war, erzählte mir mit zitternder Stimme, dass schon sein Urgroßvater ihm diese Geschichte erzählte. 

Damals als kleiner Bub glaubte er nicht an solchen Unsinn und lachte ihn aus. Doch er erzählte diese Geschichte:


 

Er  war oft im dunklen Wald unterwegs. Doch eines Nachts holte auch ihn diese Geschichte ein.

Nebelschwaden durchzogen den Wald, Wolkenlücken gaben dem Vollmond einen seltsamen Schein. Ein kühler Wind blies.

Da sah er plötzlich seltsame Gestalten meist nur schemenhaft.

"Ich habe sie gesehen !" Schrie der Mann, Sie haben ein grauenhaftes, grünlich weißes Gesicht, einen wallenden dunklen Umhang und unheimlich lange Haare. Oh und was ist dass, ein Geist mit langem zotteligem Fell.

Es war grauenhaft, wie sie mit ihren langen Haaren mein Gesicht striffen.

Ein unheimliches Rauschen in den Bäumen, ein knacken und poltern im Unterholz, ein seltsames Kichern, die Nebelschwaden wurden immer dichter und die Geister verschwanden.


 

Seid ihr auch schon einmal bei Nacht, wenn dichte Nebelschwaden euch umhüllten, durch den finsteren Wald gelaufen und habt ihr es knacken und ächzen gehört, auch ein seltsames kichern ?

So geschah es auch bei mir. So nehmt euch in Acht und seit auf der Hut denn es könnten die Waldgeister sein.

Sie jagen dir höllische Angst ein, lassen dich stolpern und wenn du ein kratzen und kitzeln spürst, dann hatten sie dich fast erwischt. Selbst bei Tage, wenn du es kaum erahnst streifen Sie durch den Wald und versuchen dich zu erhaschen.

Gesehen hat sie bei Tag noch niemand. Und gefangen wurde auch noch keiner.


 

Wenn du mal wieder durch den Wald gehen solltest, dann schaue ganz genau die alten Bäume an, mit Flechten und Moosen überwachsen, vom Wind und Wetter zerzaust, denn dies könnte ein Waldgeist sein. 

Denkt daran laufe nie bei Nacht und Nebel durch den Wald.

Die Waldgeister warten auf euch.  


 

 

 

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